Wie richtig große Verschwörungen funktionieren (Satire!)

Herbert Kern, 57, Detektiv, hatte schon länger keinen Auftrag bekommen. Jüngere Kollegen und eine immer lebendigere Zivilgesellschaft setzen ihm zu. Die Verbrecherrate sinkt, vor allem die von Zugewanderten. Die Integration klappt, die Toleranz zahlt sich aus. Die Wirtschaft brummt. Die einzige Sorge sind die Rechtsextremen. Aber auch noch zu wenig, um wieder mal einen Auftrag abzubekommen. Vielleicht sollte er die kleinen Fische links liegen lassen und sein Ermittlerglück bei den großen Fischen probieren. Seine irrenden Gehirnströme fühlen sich in einen fiktiven Mega-Schwerverbrecher hinein, der denkt:

  1. Eine Geschäftsidee. Hier liegt ein Riesenprofit für mich, allerdings nur über eine Riesensauerei, bei der ich mich nicht mal bei lebenslänglich freikaufen kann.
  2. Aber der Profit lohnt sich, ihn mit Komplizen zu teilen. Möglichst mit solchen, die mich vor dem Kadi bewahren, also mit Zugang zur Öffentlichkeitsmanipulation.
  3. Hätte den Reibach lieber für mich und meine Familie, aber man muss unternehmerisch denken. Ein liegengelassener Gewinn zählt als Verlust.
  4. Außerdem schützt die Größe des Verbrechens vor dem Argwohn der braven Bürger, die sich so eine Sauerei nicht vorstellen können, sondern sich eher gegen die Nervköppe wehren, die ständig etwas zu mäkeln haben und damit den inneren Frieden gefährden.
  5. Die Komplizen gewinne ich nicht mit Geld, davon haben sie genug, sondern mit der Aussicht, über das Geschäft ihre eigene Agenda ein bisschen voranzubringen.
  6. Zum Glück haben wir die Globalisierung. Es gibt wunderbare übernationale Entitäten, die sowohl Regierungsstrukturen, das Big Business als auch die Medien im Griff haben. Es müssen also nicht viele eingeweiht sein. Mittendrin die Geheimdienste, denen nichts Geheimes fremd ist und die von Amts wegen auch im Dunkeln das Gute und die Demokratie verbreiten wollen. Der Zweck heiligt die Mittel.

 

Herbert Kern kratzt sich am Kopf und versucht, sich schemenhaft an etwas zu erinnern, was diesem Muster entsprechen könnte. Er macht sich einen Yogi-Tee. Vor dem Schlafengehen teilt er seiner Frau Martha mit:

Weißt Du noch, das mit dem DU? Depleted Uranium. Da hat die Atomindustrie gedacht: „Die Entsorgung des abgereichterten Urans nervt allmählich. Teuer, aufwändig und die Verbraucher wollen das nicht vor der Haustür haben. Braucht nicht die Nato effektivere Waffen?“ Uns so kam es, dass sie mit Abfall Geld gemacht haben und auch die USA und Großbritannien 1991 auf sauberste Weise Tausende verruchte Iraqis, die ihr Land verteidigen wollten, verdampfen ließen und nebenbei das Ergbut der Untermenschen vor Ort auf Millionen von Jahren schädigten. Zum Glück war Saddam Hussein so ein Böser, der mit Massenvernichtungswaffen England angreifen wollte, ach nee, das war ja gelogen, und Blair hat sich später dafür entschuldigt, sonst hätte vielleicht jemand in den Demokratien Stunk gemacht. Aber bis auf einen Filmemacher (Frieder Wagner, Deadly Dust) ist das niemandem aufgefallen. Genial. Ach ja, und in Jugoslawien 1999, in Libyen 2011 und Syrien 2015 haben sie es gleich weiter eingesetzt. Wikipedia schreibt einen abwiegelnden Wischiwaschi dazu, falls mal jemand argwöhnisch wird.

 

 

Die Sache mit 9/11 ist ja schon länger her, aber immer wieder imponierend: Da musste das komplette World Trade Center wegen Asbest abgerissen werden. Ganze sieben Gebäude. Aber wie?!! Austauschen des Materials hätte Milliarden gekostet, Sprengung die Nachbarschaft beschädigt. Da ist ja alles eng wie in einer Sardinendose. Dann kaufte Larry Silverstein die Türme. Seine Kumpels zeigten ihm den Vogel. Er hatte aber keinen Vogel, sondern einen Plan. Erst einmal versicherte er die Türme gegen Terroranschläge. Dann dachte er: „Kontrollierter Abriss ist in der Tat das einzige Mittel, aber wir machen das mit neuester Technologie, damit alles fein zu Staub wird und den Rest Manhattans noch stehen lässt. Es dürfen nur die sieben Gebäude betroffen sein. Es gibt ja so viele Sachen: Nikola Tesla, kleine Atombomben usw. Einen Wirbelsturm kann man auch benutzen. „Erin“ kommt Anfang September. Wollen nicht die Militärs was Neues ausprobieren? Und diese Leute vom PNAC (Project of a New American Century) hatten letztes Jahr (Sommer 2000) klar formuliert, dass sie ein neues Pearl Harbor brauchten, um mal im Orient aufzuräumen und den Arabern die Lust auf den Euro-Öl-Handel auszutreiben. Die Saudis sind spezielle Freunde des Clinton-Bush-Clans, also dürfen sie auch mitmachen. Man muss ihnen nur versichern, dass nicht sie, sondern ganz andere Länder zur Vergeltung bombardiert werden. Dieser Bin Laden war ja lange bei der CIA, den nehmen wir als Drahtzieher. Wie bei Pearl Harbor müssen ungefähr 3000 Landsleute drauf gehen, den Rest kann man verschonen. Die Millionen Opfer der Vergeltung im Orient danach zählen nicht. Und nicht zu vergessen: für jedes Flugzeug will ich eine Extra-Entschädigung von den Versicherungen. Die Geheimdienste dürfen am selben Tag ihre Übungen abhalten, damit nicht doch jemand von der Terrorabwehr auf den Gedanken kommt, eingreifen zu müssen. Und die Kumpels vom Aleister Crowly-Club dürfen gerne ihre Signaturen hinterlassen, wenn sie das als Mega-Ritual mitgestalten. Denen kann man den 11.9. vorschlagen, hat eine lange okkulte Geschichte, ist ägyptisches Neujahr, die Notrufnummer usw. Und über die Medien lachen wir den Leuten ins Gesicht, falls sie die Lunte riechen, dieses Verschwörungstheoretiker-Pack. Das ging schon mit JFK gut. Da ist auf die CIA Verlass. China, Russland und Israel dürfen auch mitmachen, damit sie später keinen Stress machen. Nach China wird dann schnell der Schutt abtransportiert, bevor man ihn untersuchen kann. Und Is…“ Psssst. Habe schon verstanden, sagt ihm seine Frau, morgen wird ein langer Tag, gute Nacht.

 

Beim Frühstück (Weizengrassaft und Leinsamensprossen) sinniert Detektiv Kern weiter: „Martha, mir ist noch ein Fall eingefallen, der zum Muster passt. Die Fluggesellschaften haben herausgefunden, dass sie mit Nanokerosin bis zu 30% Treibstoff sparen können. Allerdings zum Preis der Einschleusung von Aluminium, Barium, Strontium usw. in den Treibstoff. Das segelt dann runter und versaut Luft und Böden. Die ETH Zürich hat das ja schon nachgewiesen. Und das Umweltamt Bayern. Die Suche nach Komplizen wird nicht schwer gefallen sein, denn der Luftraum ist generell Interessengebiet des Militärs und der Geheimdienste. Und speziell in Europa gehört die Lufthoheit den Amis. Die Metalldecke hilft bei Radarfunktionen. Die NSA hätte sonst nicht das Handy der Regierenden in Berlin so gut abhören können. Über dem Meer sind solche Stoffe wohl verboten, deswegen kommen die Chemtrails mehr auf dem Festland vor. Man muss die neuen Wolken der Werbung schmackhaft machen, sie in alte Disney-Filme einschreiben und wie gehabt die besonders Nervigen als Spinner abtun. Die Streifen da oben riechen nicht, machen keinen Lärm und müssten doch sogar das Klima retten. Das Klimakartell ist also auch dahinter und deswegen Greenpeace und die Ökologisten. Besonders schön ist es, wenn die Chemtrailkritiker gleich als Rechtsextremisten ins Abseits geschoben werden, wie es Kachelmann macht. Sehr pfiffig. Man muss eben immer möglichst viele Fliegen mit einer Klappe schlagen, erst so bringt man es zu etwas. Aluminium passt auch wunderbar zur Handy-Technologie, zur 5G-Innovation, den Impfungen. Die Kräfte dahinter werden nichts dagegen haben, diese Synergie zu akzeptieren. Dass Aluminium krank und blöd macht, kann nie schaden. Denn dass die Sache mit 9/11 nie zu einer ernsthaften Skepsis gegenüber den Machteliten geführt hat, ist schon erstaunlich. Das wird jetzt garantiert nicht mehr passieren können.

 

Apropos Aluminium, Herbert, besser wäre es, du brächtest mal die alten Felgen aus der Garage zum Schrotthändler, und die Radieschen müssten auch bald ausgesät werden.

 

Aber Kern ließ nicht locker. Am nächsten Tag ging er zu seinem Kollegen Klaus Schnödhelm, 43, der einige Erfahrung mit Wirtschaftskriminalität hatte. Er sagte: „Herbert, wäre an solchen Themen etwas dran, hätten es doch die Medien längst berichtet. Außerdem gefällt mir nicht, wie leichtfertig du populistische Begriffe wie Machtelite oder Klimakartell benutzt. Du bist doch kein Rechter! Vergiss nicht, dass die Regierenden nur Bedienstete auf Zeit von Volkes Gnaden sind, die sich also tunlichst um korrekte Pflichterfüllung kümmern müssen, um wiedergewählt zu werden. Außerdem bist ja gar kein Experte für solche Fälle. Oder willst du sagen, dass wir bald alle zwangsweise Experten der 5G-Technologie werden, indem wir Teil des Internets aller Dinge werden als bewegliche und steuerbare Objekte in Dauerbestrahlung? Das US-Militär hat schöne Videos im Netz, wo sie ihre ADS-Waffen demonstrieren, die in der Bandbreite von 5G operieren. 95 GhZ. Krieg wird also immer humaner mit diesen non-lethal weapons. Mit deiner Phantasie solltest du Schriftsteller werden. Für solche Geschichten finden sich immer ein paar Leute.“

 

Kern fand die Argumentation seines Kollegens überzeugend. Er machte sich gleich an die Arbeit: Die alten Felgen fuhr er zum Schrotthändler und verdiente 23 Euro damit. Dann säte er die Radieschen aus und ein paar Kürbiskerne dazu.

 

Das Ganze ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen und dient nur der satirischen Belustigung. Es sollte nur mal gezeigt werden, auf was Menschen an einem freien Sonntag alles kommen, wenn der Himmel etwas verhangen ist.

 

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4 thoughts on “Wie richtig große Verschwörungen funktionieren (Satire!)

  1. Ich weiss nicht ob dies Satire ist, aber mit Sicherheit scheint das Aluminium in der Luft ihr Gehirn bereits zerfressen zu haben. Ich würde an ihrer Stelle auch mal Sonntags zuhause bleiben, und Informationen sammeln und Fakten suchen, welche ein Bild ergeben von der Lage, vielleicht bauen sich dann neue Neuronen auf und sie werden auch merken was wirklich gespielt wird. Man braucht nicht besonders intelligent zu sein um Sonntags auf solche Sachen zu kommen und sie zu erkennen, man muss nur mal das Gehirn einschalten. Ich denke dass sie versuchen mit diesem Artikel Millionen Menschen zu verpöhnen udn zu verarschen, unter ihnen hochgeschulte Architekten, Sprengexperten, Akademiker, und technisch begabte Menschen welche logisch denken und Fakten suchen um das zu beweisen auf was sie kommen, laut Ihnen. Es gibt ein Sprichwort das besagt, “Herr, hilf mir meine gross Klappe solange zu halten bis ich weiss wovon ich rede.” Das was sie satirisch hier verarschen sind Sachen welche auf Fakten beruhen die man problemlos beweisen kann wenn man es wollte. Und glauben sie mir ruhig dass das was so erzählt wird noch weit untertrieben ist.

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    • Vielen Dank für Ihren Kommentar. Lou erinnert an Lou Salomé. Er ist ermutigend in zweierlei Hinsicht: dass Sie ein Millionenpublikum annehmen, wo ich eher auf einen einstelligen Bereich getippt hätte, wenn auch das nicht noch zu hoch ist; dass Sie die Wahrheit so leidenschaftlich verteidigen. Ernüchternd ist ebenso zweierlei: dass die Nerven bei uns Aufklärern so blank liegen, dass man sich keine stilistischen Experimente erlauben darf. Ich hatte einfach beim Schreiben (vom Beitrag des geschätzten Shem Shabbatai angeregt) das Gefühl, dass das Ganze doch so tausendprozentig klar ist jedem, der noch ein paar Neuronen beieinander hat, und wie Sie richtig schreiben, alles eigentlich noch viel ärger ist, dass sich eine stilistische Spielerei anbot, damit eine Prise schwarzer Humor unsere Arbeit aufheitert. Und wir müssen ja immer nach neuen Mitteln der Aufklärung suchen. Ich setze dabei auf möglichst gedrängte Kurztexte. (Freuen würde es mich, wenn Sie sie auch mal auf Herz und Niere testen könnten. Das sind die anderen Beiträge beim Runterscrollen.) Zweitens ernüchtert freilich, dass es wirklich so ist: Die Mehrheit verhält sich gerade so, wie ich Sie gerade verleitet habe (pardon!): eine klitzekleine Ungereimtheit entwertet alles andere. Hier war es die Stilistik. Bei den Maingestreamten ist es ein beliebiges Detail bei den Quellen, zum Beispiel ein unschöner Kommentar unter einem Video, das auf eine Quelle hinweist usw.. D.h. man kann noch so viele Beweise und logische Schlüsse auftürmen, die Menschen entdecken dann irgendein Haar in der Suppe und lassen das ganze Restaurant liegen. Also eine hochgradig neurotische oder psychotische Situation der Realitätsverweigerung. Vielleicht haben Sie recht und wir sollten in der Tat stilistisch auch extrem vorsichtig und therapeutisch agieren. Im Grunde mache ich das ja die ganze Zeit. Aber ab und zu geht der Gaul mal durch.

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  2. Chemtrails. Auf die Frage, warum es an manchen Tagen so deutlich ist und an anderen wieder nichts zu sehen ist, antwortet Shem m.E. überzeugend: “Das liegt an der Luftfeuchtigkeit in den unteren Schichten wo die Flugzeuge rumfliegen. Diese Schichten sind variabel in der Höhe. Darum ist der Trail nur sichtbar und verbreitet sich nur wenn die Luftfeuchtigkeit auf diesen Flughöhen ok ist. Das will aber nicht sagen dass an trockenen Tagen keine Alupartikel ausgestossen werden. Sie fallen dann lediglich runter ohne da oben zu verweilen. An sich ist es keinn Geoengineering was sich da oben abspielt, es ist nur die Folge der Nutzung von Nanokerosin, in welchem 3 Atome Sauerstoff und mehrere Partikel von Schwermetallen, wie Aluminium, Barium, Strontium, Quecksilber, in ein Nanprtikel komprimiert werden. Dadurch wird der Treibstoff hoch verdichtet und leichter. DIe Ersparnis liegt bei zirka 30% im Verbrauch. Der Nachteil ist der dass die Schwermetallpartikel nicht verbrannt werden und sich in der Atmosphere verbeiten und den Boden und die Natur verseuchen. Und an Tagen wo die Feuchtschichten dann in der normale Flughöhe liegen für Innlandverkehr, das heisst zwischen 6000 und 10000 metern, bleiben diese Alustaubpartikel dann in den erzeugten Dampfwolken hängen und ihr Fall zur Erde verlangsamt sich. Auf Überseeflügen wird kein Nanokerosin benutzt weil diese Verseucheung über internazionalen Gewässern verboten ist. Auch in Inselstaaten geht es nicht wenn die Landflächen zu klein sind. Australien oder Grossbritanien sind riesige Inseln, und auch dort wird Nanokerosin genutzt. Wenn man Luftaufnahmen der Erde sieht, von den Satelliten, dann stellt man fest dass diese Trails nur über den grossen Konstinetalplatten zu finden sind und dort wo sehr hoher Flugverkehr herrscht. Chembuster verdrängen diese Wolken dadurch dass sie ein energetisches Loch schaffen, aber sie werden nur nach anderen Seiten verdrängt, verschwinden tun sie nicht. Und es fliegen so viele Flugzeuge rum dass man binnen wenigen Minuten das Loch wieder voll hat. Sicher, es gibt auch andere Produkte die das Militär versprüht, und es ist klar dass das Militär auch den Aluschirm nutzt. Schliesslich haben sie durch das Schaffen von Nanokerosin es fertig gebracht dass die ziviel Luftfahrt ihren Job macht. Diese Schichten sind leitfähig, sie verbessern die Kommunikation mit Drohnen und sie schirmen die Sicht zur Erde durch Satelliten ab. Ausserdem könnte man dies Schicht mittels hochfrequenten Wellen zünden, es ist also ein riesige Bombe die man dort anbringt. Ausserdem zermürbt es das Gehirn der Menschen welche das Zeug einatmen, und macht sie krank, und wer hieraus Profit zieht wissen wir ja seit langer Zeit.”

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