Zum Tag der deutschen Eintracht

Dies concordiae teutonicae. Nur wenige meiner treuen Leser wissen, dass ich im zarten Alter von zehn Jahren meinen ersten Fußballverein mit dem Namen FC Concordia Erlangen gründete. (Übrigens schon damals nach längerer Überlegung auch Mädchen aufnahm, mit der Einschränkung, dass sie sich hinten in die Verteidigung stellten). In prophetischer Vorwegnahme des dringendsten Gebots unserer Zeit und meiner inneren Berufung: Aufklärender Versöhner zwischen den Anders-, Nichtanders- und Garnichtdenkenden zu sein. Wer sich zur Lektüre meines letzten Erlebnisberichts aus Görlitz (Lesezeit 10 Min., Prädikat lesenswert) hinreißen lässt, trifft dort auf das Credo, dass wir alle gutmeinend Gleichgesinnte mit unterschiedlichen Wissensschwerpunkten sind, die vollkommen Verkommenen ausgenommen.

Eintracht ist ein schönes, altmodisches Wort, dass besser als Einheit in die Richtung zeigt, in die unser Sinnen, Trachten und Handeln gehen sollte. Meist tritt der Wortstamm in negativer Form in Erscheinung: jemandem nach etwas trachten, Niedertracht, Zwietracht und – Vorsicht Mimikry-Strategie! – Trachtenanzug und Trachtenumzug! Dabei klingt im gemeinsamen Trachten das Wort tragen mit, das gemeinsame Tragen des vom Schicksal Gesandten, und das Lateinische tractare, trahere: traktieren, ziehen, sich beziehen, an einem Strang ziehen. Man denke auch an das jiddische Lied Tumbalalaika, das beginnt mit: Stejt a Bocher, tracht und tracht, tracht und tracht die ganze Nacht. (Steht ein Junge, denkt nach..) und an Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“.

Von einer tief gespaltenen Nation ist die Rede wie neulich im Bundestag. Die Sächsische Zeitung fragt sich in ihrer heutigen Ausgabe selbst, warum das Wende-Jubiläum diesmal so viel Aufmerksamkeit erringt. Die Antwort fällt nicht schwer, schließlich lautet der pädagogische Auftrag der Staatsmedien, den Ostdeutschen das schreckliche AfD-Wählen auszureden, also muss auf jede Seite das Wort Extremismus und Rattenfänger mit rein. Die Regierenden und ihre Medien machen die Opposition für die Spaltung verantwortlich (Ablehnung der alternativlosen demographischen, klimarettenden und kulturellen Veränderungen), die Opposition die Regierung (Förderung des schleichenden Völkermords, der Totalitarisierung der Gesellschaft). Je nach Überhang der Argumente und Interessen loten sich die Gehirnzellen der Menschen nach dem einen oder anderen Pol aus. Hinter dem eifrig gepflegten Rechts-Links-Schema steht das Setzen auf Globalismus oder Nationalstaat, Entgrenzung zugunsten einer Weltregierung oder Begrenzung zur Wahrung kleinerer Funktions- und Lebenseinheiten. Affirmativ heißen die beiden Alternativen Globalisierung, Menschheitsfamilie, Weltfrieden, Eine Welt vs. Patriotismus, Konservatismus, gesunder Menschenverstand. Das Hinterhältige an dieser Polarität ist, dass sich sowohl für Viel-, Gemäßigt- als auch Wenigdenkende und -Recherchierende immer genug Anlässe finden, in einer Seite das Gute zu erkennen und es mit der Inbrunst der eigenen Meinung zu verteidigen. Nur eine einschneidende Krise mit Verwerfungen für alle Volksgenossen und solche, die auf keinen Fall so genannt werden wollen, wird diesen mentalen Grabenkampf überwinden. Daran lässt sich erkennen, dass auch dieses Oppositionspaar aus dem Arsenal der Divide et Impera-Trickkiste der Hintergrundmächte stammt.

Ich möchte zum Tag der deutschen Eintracht über die Gräben innerhalb des aufklärenden Lagers sprechen und vorschlagen, wie man Eintracht säen kann. Und zwar durch einen Sprachgebrauch, der den argumentativen Gegner, über den man herzieht, pardon, will sagen: dessen Positionen und Handeln man kritisiert, stets wie leibhaftig vor einem stehend vorstellt, also immer das vertrauensvolle persönliche Gespräch imaginiert oder tatsächlich sucht. Also nicht übereinander, sondern miteinander redet. (Im Zwiegespräch am besten so, dass man jeweils die Position des Anderen verteidigt. Dazu muss sie erst sorgfältig studiert sein.) Zum 29. Jahrestag der Einheit scheint das deutsche Volk immer mehr als Volk von Denunzianten, in dem jeder jeden ans Messer liefern kann. Das ist alte venezianische Taktik und wird in totalitären Regimen gefördert. Um noch einmal in die Kindheit zu schweifen: Ich glaube, geheilt worden zu sein von diesem Virus durch eine Standpauke meiner ansonsten sanftmütigen Mutter, die am Küchenfenster mitbekommen hatte, wie ich der Nachbarin völlig wahrheitsgemäß auf ihre Frage geantwortet hatte, wer denn ihr Fahrrad umgestürzt habe: der Martin von den Burgmüllers. „Es ist egal, ob das dein Freund oder Feind ist, petzen gehört sich nicht. Die Erwachsenen sind in der Lage, für sich selbst einzustehen, sie hätte das schon selbst herausbekommen. Aber richtig erwachsen wird man erst, wenn man auf solche feige gewonnenen Vorteile verzichtet.“ So müsste der Wortlaut gewesen sein.

Die Erwachsenen von damals aus Kinderperspektive sind heute die wirklich Mächtigen, die nicht demokratisch legitimiert über das Leben von Millionen bestimmen. Das sind auch die wirklich Feigen, die sich keinem fairen Gespräch stellen, über die zu schreiben, dass sie Satansbrut und Kriminelle sind, erlaubt ist, denn man könnte es ihnen auch ins Gesicht sagen. Wer aber nicht der psychopathoplutokratischen Dunkelelite zugehörig ist, darf nicht herabgesetzt werden, sondern muss affirmativ behandelt werden, seine Logik und sein Anliegen müssen im Disput wertungsfrei wiedergegeben werden. Das ist in der Praxis nicht so einfach. Den jüngsten Erlebnisbericht zum Beispiel musste ich in mehreren Waschvorgängen von polemischen Spitzen reinigen, indem ich mir vorstellte, wie ich dem dort geschilderten Gegner freundlich den Artikel in die Hand gebe mit der Bitte um verständnisvolle Lektüre. Ein bisschen Stichelei muss doch erlaubt bleiben, aber zu vermeiden ist dieser besserwisserische unterstellende Ton, als paktiere der Gegner mit den Dunkelmächten. Der ist oft zu hören im Aufklärerlager, wenn „der entscheidende Grund“ für die ganze Misere, das Wichtigste und deswegen am dringendsten zu Vermittelnde, vom kritisierten Autor unterschlagen wird. Wie kann er nur! Dieser Grund ist wahlweise „und/oder“:

  1. Der große Austausch, die Islamisierung des Abendlandes, mit oder ohne das abrahamitische Gesamtsystem
  2. Das FED-Geldsystem, gekoppelt mit dem oligarchischen Machtsystem
  3. Der Kapitalismus, gekoppelt mit der menschlichen Natur
  4. Der Sozialismus, gekoppelt mit der Absicht, die menschliche Natur zu alterieren
  5. Die in der Pyramide der Dunkelmächte an oberster Stelle ausgemachte Entität: die Jesuiten, die Zionisten, die Globalisten, bestimmte Adelsdynastien, die NWO-Betreiber, die USA, die Mind-Controller, die Apokalyptiker, die KI, Satan, das Gefängnis-Bewusstsein, die Matrix. Bitte um Nachsicht, wenn ich noch ein paar Kandidaten vergessen habe, vor allem die, die gerne von Anti-Aufklärern unterstellt werden.
  6. Die Ausbeutung der Tiere
  7. Die allgemeine Vergiftung mit oder ohne planetaren Öko-Kollaps, in Mikro- und Makrokosmos gleichermaßen

 

Die zweite Ebene des Grabenkampfes zwischen den Aufklärern betrifft das Wie: lieber die sanfte oder die harte Methode? Alles auf den Tisch oder häppchenweise das Harmloseste zuerst? Wer sich in Astrologie auskennt, weiß, dass statistisch die größte Gruppe unter den Aufklärern Menschen mit Sonne im Skorpion sind. Die sind wahrheitssüchtig, da sub specie eternitatae fühlend, und können sich nur mit äußerster Selbstbeherrschung davon abhalten, von den anderen nicht die gleiche Begeisterung für alles, was in die Tiefe geht, zu erwarten. Einige davon zumindest, wie etwa der Autor dieser Zeilen. Ui, diesen Absatz will ich lieber wieder löschen, denn mit dem okkulten Hokuspokus entwerte ich ja die anderen vernünftigen Sachen! Das ist die Logik hinter der Distanzeritis, der Abgrenzungsarbeit gegen Mitaufkärer, da man sich dadurch als besonders vernünftig und überzeugend darstellt: Seht, ich habe harte Thesen, aber verschone euch vor diesem und jenem Humbug und spekulativem Zeitraub. Das ist genauso unehrenhaft wie mein damaliger Verrat an meinem Kumpel. Zur Aufklärung gehört, die Leute immer wieder in Quellenarbeit zu unterrichten: Man muss nichts glauben, aber erst mal alles aufnehmen, nichts abweisen. Die Chance, die besten Babys mit dem verunreinigten Badewasser auszuschütten, ist groß. Mit der Zeit (der Eigenrecherche) sieben sich die Goldklümpchen aus dem Sand heraus.

Die Frage ist auch: Wie sehr soll man die Leute nerven, die doch bloß unbelästigt gelassen werden wollen? Mit sanftem Pollenflug, mit schlichtem Vorbildsein oder  systematischem Bearbeiten von Entscheidungsträgern? Früher haben sie mich genervt, heute finde ich sie rührend: Wie die Zeugen Jehovas in der Innenstadt sich die Beine in den Bauch stehen, in unbeirrter Treue ihrer Mission dienend. Ich gehe auf sie zu: „Na, beißt keiner an? Aufklären ist ein hartes Brot. Nee, ich brauche keine  Broschüren, kenne schon alles, wollte nur Solidarität bekunden, Mut machen.“ In Wirklichkeit machen sie mir Mut. „Nachmittags kommen wieder neue Touristen.“ Denn wie man im Theologischen von der „Autarkie des Diesseits“ spricht (H. Thielike), so ist es mit dem ganzen Wahrheitskomplex auch: Das Leben kann völlig ohne das Geistliche, das Geistige, das Seelische gelebt werden. Verrückt eigentlich. Wozu wurde uns dann solch ein gigantisches Bewusstsein gegeben? Die Uneinheit, die Polarität sitzt in unserem Wesen.

 

Das Grabenkämpferische ist verständlich: Wer die Verhältnisse hinterfragt, das Geistige miteinbezieht, das ewig Unauslotbare, macht nicht gleich eine Vollbremsung, wenn es scheinbar Gleichgesinnte sind. Das freidenkerische, konservative und libertäre Lager ist seit jeher ein Mosaikteppich, weil im Zentrum die Wahrung der Freiheit des Einzelnen steht. Da sind sich normale Bürger und Höhergestellte einig, dass die Wahrung des Überkommenen hierzu hilfreich ist. Die Vielfalt der Stimmen, das unabhängige Denken sind einem blinden Corps-Geist abträglich.

Unverständlich ist das Grabenkämpferische allerdings aus dem Grund, dass genau solch ein Corps-Geist vonnöten ist, denn wir sind tatsächlich im Krieg. Wer schon so weit ist und mindestens einen der sieben obigen Punkte akzeptiert, gehört zur Minderheit, die bekämpft wird, die zusammenhalten muss.

 

Das Problem ist also die schweigende Mehrheit. Leider steht sie nicht am Rande des Schlachtfelds und wartet den Ausgang ab, um dem späteren Sieger zuzujubeln und den Unterlegenen zu verdammen, sondern folgt instinktiv der Macht. Eigentlich aber gegen ihren Überlebensinstinkt, denn sie sollte ihre Beschützer unterstützen, ihnen Zuflucht gewähren, ihnen auf die Schulter klopfen. Die Gehirnverschmutzung ist aber schon so weit, dass die Mehrheit gegen ihre Überlebensinteressen agiert, sich nach Psychopathenlogik dagegen wehrt, davon abgebracht zu werden, weil die parasitären Programme das Selbst besetzt halten und ihre Löschung als Selbst-Auslöschung vorgestellt wird. Das ist vergleichbar mit der Geiselhaft von Frauen und Kindern im Krieg, wenn der Gegner dadurch gelähmt werden soll. Intelligente Bakterien gehen ebenso vor, indem sie zum Beispiel weiße Blutkörperchen kapern und sich in ihnen unsichtbar machen. So entkommen sie den feindlichen Antibiotika.

Die Wahrheitsbewegung muss sich ein gutes Immunsystem zum Vorbild machen, das Gifte, Viren, böse Bakterien und Parasiten tolerieren kann, wenn die Gesamtchemie stimmt. Die Chemie muss stimmen unter den Teilnehmern. Also müssen sie sich bewusst werden, ein lebendiger Organismus zu sein.

Wie es in der bis 1972 singbaren Hymne der DDR heißt: Wenn wir brüderlich uns einen, schlagen wir des Volkes Feind:

https://www.youtube.com/watch?v=u31raVa8UZA

Görlitz, den 3.10.2019

P.S. Eben im Schwimmbad. Gibt es heute Einheitsermäßigung? Darauf die Kartenverkäuferin: „Wenn denn erst mal Einheit herrschen würde. Dann sprechen wir noch mal drüber.“

 

Quellentipps:

Das bisher beste Video zu Greta. 43 Min. A. Benesch bezieht sich auf das Buch zu ihrer Kindheit. Ein Muss für alle Eltern, deren Kinder jetzt auf den Klimawahn eingeschworen werden. Zum Einheitsthema passt das Video, weil in ihm überzeugend gesagt wird, dass an Gretas schlechtem Ende ihre Kritiker, also die Aufgewachten, verantwortlich gemacht werden werden. Die Inszenierung dieses kranken Mädchens ist also eine bewusste Turboisierung der Polarisierung der Gesellschaft. Ähnlich wird argumentiert, dass gewalttätige Migranten erst von den Migrationskritikern zum Waffentragen genötigt werden. https://www.youtube.com/watch?v=UFdCFxL652I&t=211s

Vortrefflicher Artikel: https://www.legitim.ch/post/wissenschaftlich-erkl%C3%A4rt-warum-so-viele-menschen-einfach-nicht-aufwachen-k%C3%B6nnen?fbclid=IwAR3kKtIyd0wkAXUuBfrIi4Rz4A7EUkLHmImfPFxzv8inoWPRaPmIEGv5GlA

Die dritte hervorragende Quelle zu Greta: https://www.pbme-online.org/2019/10/01/greta-und-die-grosse-verwirrung-2-offener-brief-an-greta-thunberg/

Oder hier als PDF: Greta.2.Offener-Brief.10

Brief von Prof. Dr. Claudia von Werlhof, Planetare Bewegung für Mutter Erde, Österreich

 

Alexander Benesch versucht hier recht überzeugend, die Hoffnung in Trump, die ihm aus patriotischem Lager entgegengebracht wird, zu zerstäuben: https://www.youtube.com/watch?v=KkJJ2EWg_Zg&t=149s

Seine These ist, dass die Linken, also in den USA die Democrats, seit Bill Clinton ununterbrochen die nationalen Wahlen gewonnen hätten, Bush und Trump nur durch Wahlbetrug an die Macht kamen. Das Establishment will keine Dauerregierung einer Partei, weil dann der echte Widerstand von Aufgewachten zu gefährlich würde. Nur durch einen Wechsel der Lager lässt sich die Illusion aufrechterhalten, dass mit der Korruption und den Missetaten der schlechten Vorgänger aufgeräumt wird. Durch Trump werden nun die Patrioten bei der Stange und für die Macht ungefährlich gehalten.

Entsprechend skeptisch könnte man zur Rolle der patriotischen Parteien in Europa sein, die ein Auffangbecken für Aufgeweckte sein könnten, um sie durch eine wortgewandte, aber zahnlose Spitze ins Leere laufen zu lassen. Da zumindest in Deutschland durch den anti-parlamentarischen Burgfrieden der Altparteien keine Regierungsbeteiligung droht, besteht immerhin die Chance, dass sie dank der Basisarbeit zur weiteren Bewusstwerdung der Menschen beitragen.

Schönes Gedicht von George, zitiert von M. Sellner, hier über die Strategie, gefährliche Nationalpopulisten eindämmen zu wollen: https://www.youtube.com/watch?v=PHNPV4VSw_U

Guter Hintergrund über das Paneuropäische Picknick von Stoner: https://www.youtube.com/watch?v=JurMQSI5Apg

T. Kellner. Für ihn ist die Austausch-Agenda zentral. “Es gibt nur ein Dafür oder Dagegen”. Er sieht also die Polarität und verschärft sie auch noch, indem er in Missachtung des Zeitgeistes Heimatliebe fordert: https://www.youtube.com/watch?v=qc-3wRJQS-s

 

Polarisierende Darstellung der Austauschthese:

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Polarisierende Frage zur FED-These:

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Sehr mutig, auch das Recht auf Rechte zu verteidigen. Aber eigentlich logisch, wenn es das Recht auf Linke gibt.

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Drei Hüter der Menschenrechte:

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