Gebrauch

Gyeongsan, den 6.6.2017:

Hier gibt es keinen News-Flow, sondern in sich ruhende Posts mit einseh- und abspeicherbaren PDFs und Zeichnungen, ab und zu aufgefrischt. Kleiner Beitrag zur Entschleunigung, damit die besten Quellen auch optimal verdaut werden können.

Das Prinzip der Mini-Dateien: knapp und bündig für “keine Zeit!”-Gehetzte. Mit den Interviews, Dialogen und Liedern schließe ich von mir auf andere: “Was ist wichtiger als Wasser? Das Gespräch.” (Reineke Fuchs bei Goethe)

Die Infopaitings halte ich für hilfreich zum Verpacken der wesentlichen Gedanken. Allerdings wird mir auch nahegelegt, ich solle sie zur Rettung meiner Seriosität wenigstens nur zweifarbig halten. Echt so schlimm?

Das Ganze ist rein privater Natur, aus Dankbarbeit gegenüber den Pionieren, die das Wahre vermehrt zur Geltung zu bringen versuchen. Daraus auch der Name der Alethokratie. (Alethos = wahr. Die alten Griechen verstanden das Wahre als das Unverhüllte.) Am Tag der Eröffnung dieses Blogs im Juni 2017 kannte Google dieses Wort noch nicht. Nun schon.

In erster Linie ist die Seite für diejenigen Mitbestreiter der Existenz erstellt, die aus ihrem Zeit- und Energiehaushalt nur einen geringst möglichen Anteil dafür abzweigen, vornehmlich aus der durch hochwertige Bildung erarbeiteten Meinung heraus, dass sich die Mühe nicht lohnen würde. Deswegen der Minimalismus! Weniger ging nicht.

Ziel ist, eine Brücke zu schlagen zwischen diesen Gebildeten, die wissenschaftliche und stilistisch angenehme Herangehensweisen erwarten, und denjenigen, die schon „im Thema“ sind, ungeachtet ihrer ursprünglichen Nähe oder Ferne zu den Einzelthemen. Im Thema heißt: die der Erforschung der Anregungen und Fakten, die verstärkt in den letzten Jahren über das Internet zugänglich sind, eine äußerst hohe Wichtigkeit für das Gemeinwohl zuschreiben – meist nach anfänglicher Skepsis. So geschehen bei mir, weswegen ich mich berufen fühle, diese Verständigungsarbeit voranzutreiben, indem ich neben den Quellentipps eine Art Meta-Diskurs über die Auswahlkriterien und Art der Vermittlung anbiete in der Hoffnung, Quereinsteigern in das, was oft Freidenken genannt wird, den Zugang zu erleichtern. Ich benutze statt Freidenken lieber den Begriff der freien Würdigung von Tatsachen. Das sollte heute das dringlichste Betätigungsfeld derer sein, die noch vor ein paar Hundert Jahren mit einem Anflug an Hochachtung Philosophen genannt wurden: Nicht nur die Wahrheit selbst aufzuspüren, sondern auch zu untersuchen, wie wahre Tatsachen akzeptiert werden oder auch nicht. Das geht in Richtung des antiken Begriffes der Weisheitsliebe. Wobei die Damaligen es leichter hatten, was die Sprachgebrauchsregeln angeht. Sie gleichen heute einem Minenfeld: Darf man dies oder das so sagen oder führt das zu ungewollten Konsequenzen?

Das Ganze wird auch oft als Wahrheitsbewegung gekennzeichnet (oder gebrandmarkt), abgleitet vom Truther Movement. Als Geisteswissenschaftler reizt es mich, diese Erscheinung wissenschaftlich zu erfassen, also tiefere mit höheren Kontexten zu verknüpfen, eine Art Theorie der Wahrheitsbewegung anzustreben. Allein die Inhalte drängen dazu, die schöne bunte Theorie zugunsten der Praxis hintanzustellen.

Hier eine Übersicht über das Kreisen um die Dinge:

0 Drei Hauptbereiche

Das Ganze wird teilweise multipliziert in Englisch und Russisch, wenn auch mit verschiedenen Schwerpunkten. Russisch wird wohl das einfachste sein, weil die Menschen nicht so umständlich und mit Samthandschuhen an diese Themen herangeführt werden müssen wie die Deutschen. Armut hilft hierbei. In Russland sind 70% der Bevölkerung arm. Ein paar Tausend Superreiche haben sich fast den gesamten Reichtum unter den Nagel gerissen. Die Schere reich vs. arm ist noch größer als in den USA und in China. Aber in Russland bildet auch eine jahrhunderterlang gefestigte Gewissheit, dass weder von oben noch von außen noch von unten etwas Gutes zu erwarten ist, eine gesunde Basis für „konspirologisches Denken“, also die Bereitschaft, hinter den Fassaden unsichtbare Kräfte zu vermuten. Im russischen Diskurs über diese Themen ist es leicht, Zitate von Sängern, Dichtern, Schriftstellern usw. einzuflechten, um sich eines gemeinsamen Verstehens zu versichern.

Die Stärke des englischen Diskurses ist die Dialogizität und die Benutzerfreundlichkeit bei der Quellenarbeit. Ich hoffe, von ihnen etwas gelernt zu haben, wie das teutonische Grundeln im Dunkel der Weltdeutung für alle in einen leichten Sonntagsspaziergang verwandelt wird.

Auch sehr spannend, was diesbezüglich in Italien, Polen, Korea und Frankreich geschieht.

1_SiebenPhasen

Für Viele ist das Nachfragen zum 11. September 2001 der Einstieg gewesen. Im Grunde ist es egal. Das Gute am Schlechten ist, dass es System hat. Und dieses System gilt es zu erfassen…und letztlich zu ersetzen.

2a Stumbling upon lies

(Ich wurde gebeten, den gelben Stern oben zu ersetzen mit einer anderen Farbe. Habe ich gemacht in den Infopaintings: rot. Die ursprüngliche Idee war, dass dieser Komplex wie eine Sonne auf die anderen Themen ausstrahlt.)

Mögen das Wahre und das Gute gewinnen!

Rechtlicher Hinweis:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden,
wenn man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich immer von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in und mit meiner Internetadresse und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.